Was macht die Freie Schule Anne-Sophie anders?

Eine Investition fürs Leben
Bildung ist eine Investition, die sich ein Leben lang auszahlt. Zu einer solchen «Bildungsinvestition» gehört allerdings noch viel mehr als Geld. Dazu zählt auch ein hohes persönliches Engagement über viele Jahre hinweg – Aufmerksamkeit und Zuwendung, Beharrlichkeit und die Bereitschaft, Rückschläge zu akzeptieren und dennoch weiter auf ein gesetztes Ziel hinzuarbeiten.

Die wichtigste Investition jedoch ist - Vertrauen! Es ist dies vor allem das Vertrauen des jungen Menschen in sich selbst, in die eigenen Eltern und seine Lernbegleiter. Ebenso bedeutsam ist, dass die Eltern ihr Kind aus guter Überzeugung der Schule anvertrauen. Und natürlich bedarf es des Vertrauens der Lernbegleiter in jeden einzelnen Lernpartner: Du kannst das, was du dir vornimmst, auch selbst erreichen!

Das gegenseitige Vertrauen ist, ebenso wie alle anderen «Bildungsinvestitionen», ein wechselseitiger Austausch – vom ersten Schultag bis zu einem erfolgreichen Bildungsabschluss.

Diese Homepage ist ein erster Schritt, mit dem wir eine Vertrauensgrundlage schaffen möchten. Wir wollen Ihnen zeigen, was die Freie Schule Anne-Sophie auszeichnet und welche Wege sie bei der Lernarbeit geht.

Nicht nur die architektonische Erscheinung, sondern das gesamte pädagogische Konzept der Freien Schule Anne-Sophie ist einzigartig. Das gilt folgerichtig auch für unsere Lernkultur. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr darüber.

Vermutlich wird diese Homepage nicht alle Ihre Fragen beantworten. Darum bitten wir Sie herzlich: Unternehmen Sie den nächsten Schritt und sprechen Sie uns an.

Lernbegleiter leisten mehr als Unterricht
Um deutlich zu machen, was die Freie Schule Anne-Sophie von anderen Schulen unterscheidet, möchten wir zunächst einen Blick auf das herkömmliche Modell der Wissensvermittlung werfen.

In vielen Schulen erfolgt die Wissensvermittlung als «7-G-Unterricht»: Alle gleichaltrigen Kinder sollen beim gleichen Lehrer mit dem gleichen Lehrmittel im gleichen Tempo das gleiche Ziel zur gleichen Zeit gleich gut erreichen. Kinder, die in diesem System den Anschluss verlieren, erfahren Sanktionen: sie müssen «nachsitzen», «Nachhilfeunterricht» nehmen oder das Schuljahr wiederholen oder – wenn sie besonders begabt sind – warten, bis die «anderen auch soweit sind».

In diesem System können selbst hoch engagierte Lehrkräfte keine individuelle Förderung mehr leisten. So prägen nicht die Bedürfnisse des Kindes den Unterricht, sondern der Stundenplan. Statt das Schulleben nach den Bedürfnissen junger Menschen zu gestalten, erwartet man, dass die Heranwachsenden «schulgerecht» funktionieren.

Der pädagogische Ansatz der Freien Schule Anne-Sophie verfolgt eine grundlegend andere Orientierung: Er stellt den Lernwunsch des Kindes in den Mittelpunkt.

Lernen ist ein Existenzbedürfnis
Lernen ist ein Existenzbedürfnis des Menschen. Der Mensch lernt immer, vergleichbar dem kindlichen Spiel. Kinder benötigen hierzu keine Anleitung. Sie spielen alleine, mit anderen Kindern oder ihren Eltern. Sie entwickeln eigene Regeln, streben nach Erfolg und verfolgen ihre Ziele mit großer Beharrlichkeit. Autonomes Lernen funktioniert nach denselben Regeln. Die Lust zu lernen, die eigene Neugier und der Wunsch nach Leistung sind drei wichtige Antriebskräfte, mit deren Hilfe sich Menschen Wissensgebiete erschließen und Fertigkeiten entwickeln.

Weil an der Freien Schule Anne-Sophie vor allem jeder einzelne junge Mensch und seine individuelle Ausgangslage im Mittelpunkt stehen, verzichten wir auf den «7-G-Unterricht» zugunsten eines Konzepts, das wir als «V-8-Begleitung» beschreiben: Auf vielfältigen Wegen mit vielfältigen Menschen an vielfältigen Orten zu vielfältigsten Zeiten mit vielfältigen Materialien in vielfältigen Schritten mit vielfältigen Ideen in vielfältigen Rhythmen zu gemeinsamen Zielen.

Aufgabe der Lernbegleiter ist es hierbei, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Kinder ihr Urbedürfnis des autonomen Lernens frei entfalten können. Die Lehrer führen also keinen Klassenverband durch einen vorgegebenen Lernstoff, sondern begleiten jede Schülerin und jeden Schüler auf dem eigenen Lernweg. Aus diesem Grund bezeichnen wir die Schüler als «Lernpartner» und die Lehrer als «Lernbegleiter».